Settings der Förderung der Grafomotorik
Forschungs­projekt Schweizerischer Nationalfonds

Im Projekt grafset (Settings der Förderung der Grafomotorik) wird die Wirksamkeit unterschiedlicher Fördersettings untersucht. Es stellt sich die Frage, wie möglichst viele Kinder beim Erlernen einer geläufigen und leserlichen Handschrift optimal unterstützt werden können.

Das ist Maxi aus dem Grafomotorik-Lehrmittel GRAFINK

(Sägesser, Sahli & Simovic, 2021).

Inhalt und Ziele

Auch in einer digitalisierten Welt ist das Lernen der Handschrift für Schulanfänger*innen eine wichtige Aufgabe.
Das Forschungsprojekt hat zum Ziel, separative, integrative und inklusive Settings der grafomotorischen Förderung zu untersuchen. Zudem wird analysiert, welche Beziehungen zwischen Exekutiven Funktionen und den grafomotorischen Fähigkeiten bestehen.

Welche Settings gibt es?

Durch den Vergleich unterschiedlicher Settings sollen Erkenntnisse im Hinblick auf eine angepasste Förderung aller Kinder heterogener erster Klassen im Bereich Grafomotorik bzw. Handschrifterwerb gewonnen werden.

Wer forscht?

Die Verantwortung für das Forschungsprojekt grafset liegt bei der PHBern. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Lehrstuhl Entwicklungspsychologie der Universität Bern durchgeführt.

Teilnahme und Aufwand

Im Schuljahr 2021/2022 haben 87 erste Klassen am Projekt teilgenommen. Anmeldungen sind nicht mehr möglich.

Material und Weiterbildung

Teilnehmenden Klassen bzw. ihren Lehrpersonen und Psychomotoriktherapeut*innen werden umfangreiche Materialien für die Förderung von Kindern mit grafomotorischen Schwierigkeiten und Weiterbildungskurse angeboten.

Beginn des letzten Messzeitpunktes

Der zweite Messzeitpunkt und die Interventionsphase gehören inzwischen der Vergangenheit an und wir haben bereits in einzelnen Klassen mit dem dritten und letzten Besuch in den Klassen begonnen. 
Wir (das Projektteam) haben den Sommer genutzt, um die Ergebnisse des ersten und zweiten Messzeitpunktes zu sortieren und einzelne Aspekte des Projekts an Konferenzen vorzustellen. 

Nach den Herbstferien geht es richtig los mit dem dritten Besuch (Messzeitpunkt 3) in den 87 teilnehmenden Schulklassen. Wir freuen uns auf die Kinder und sind sehr gespannt darauf zu sehen, was sie seit unserem letzten Besuch gelernt haben. Zudem freuen wir uns darauf, die Lehrpersonen und Psychomotoriktherapeut*innen noch einmal zu sehen. 

Herzlichen Dank an die Kantone sowie die Schulleitungen, welche unser Projekt unterstützen und an alle teilnehmenden Lehrpersonen, Psychomotoriktherapeut*innen, Eltern und Kinder – es ist nicht selbstverständlich, dass die beteiligten Klassen bis und mit dem letzten Messzeitpunkt beim Projekt dabei blieben. 


Die Interventionen in den Schulklassen laufen.

Aktuell laufen in den Schulklassen die Interventionen. Dabei begleiten die Kinder Maxi auf der Suche nach dem roten Bleistift und üben gemeinsam mit den Lehrperson und Psychomotoriktherapeut*innen an der Grafomotorik. 

So erlebt Maxi beispielsweise spannende Dinge in der Schulklasse in Worb: am "Chlousetag", auf einer Klettertour, im Schnee und vieles mehr... 

Erster Messzeitpunkt abgeschlossen

zwei Tiere aus der Vorstudie von grafset
Dank der Gastfreundschaft und Offenheit der Lehrpersonen und Kinder, konnten wir die erste von drei Datenerhebungen erfolgreich durchführen. 

Wir danken ganz herzlich dafür!
Unsere Mitarbeitenden konnten in 87 Deutschschweizer Klassen und einer romanisch sprachigen Klasse ein erstes Mal mit den Kindern arbeiten, was grossen Spass machte. Momentan läuft die Interventionsphase in den drei verschiedenen Settings (16 Schulwochen lang), nach welcher wir die Klassen ein zweites Mal besuchen dürfen. Wir freuen uns bereits sehr darauf!
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